Dinge, die helfen: die Heilefee

Dinge, die helfen: die Heilefee

Wie die Heilefee ihren Weg zu uns fand

Eine liebe Freundin brachte die Heilefee zu uns. Diese Fee wohnt in ihrem Garten in einem Baumhaus auf einem großen, knochigen Baum. Sie erfuhr von Jills Erkrankungen und stellte sich mit einer Karte bei uns vor. Die Heilefee bringt Freude, Spaß und Zauberei in den Klinikalltag. Für jeden Tag im Krankenhaus hat sie Jill in eine Socke ein kleines Geschenk gepackt.

Unser Krankenzimmer wurde daher schnell die Heimat von vielen Kuscheltieren und es gab immer ein spannendes Pixiebuch zum Zeitvertreib.

Ich habe gemerkt, dass Jill einen guten Zugang zur magischen Welt der Heilefee hat und ihr der Gedanke gut tut. Deswegen habe ich die Heilefee auch für mich genutzt, um Jill zur Kooperation bei medizinisch nötigen Dingen zu bringen.

Nachts ist es auf Station wichtig, dass die Kinder an das Pulsoximeter angeschlossen werden, um ihre Vitalzeichen zu überwachen. Leider war Jill von dem rot leuchtenden Pflaster ganz und gar nicht begeistert. Sie schrie sich in Rage und riss das Teil immer wieder ab. Selbst im Schlaf bemerkte sie, dass ich ihr das Pulsoximeter anschließen wollte und war voller Angst und Wut.

Eines Abends hatte ich eine Idee: die Heilefee kann vielleicht helfen.

Ich erklärte Jill in einer ruhigen Minute, dass die Heilefee nachts zu den Kindern mit dem Leuchtefinger kommt, um nach ihnen zu sehen und auf sie aufzupassen. Ohne Leuchtefinger, weiß die Fee nicht bescheid, dass sie auch bei Jill nach dem Rechten sehen soll.

Scheinbar konnte Jill dieses Bild annehmen und dem Pulsoximeter eine sinnvolle Bedeutung zuschreiben. Am Abend durfte ich ihr ohne Geschrei den Leuchtefinger ankleben.

Danke liebe Heilefee. Ich glaube, ein bisschen Magie schadet nie!

Die Sockengeschenke der Heilefee

Ein Gedanke zu “Dinge, die helfen: die Heilefee

  1. das ist ja eine nette Idee!!
    Zu uns sagte der Seelsorger, dass in solchen (neuen) Notsituationen 4 Dinge wichtig sind: – Nahrung, – soziale Kontakte, – Sicherheit und – Information.
    und die Erfahrung zeigt uns, dass man die kleinen Kinder nicht unterschätzen darf. Information – das wichtigste überhaupt in kindgerechter Sprache und ganz entscheidend (bei uns zumindest) von uns. Das von den Schwestern /Ärzten kam oft nicht an. Wurde es ihr von uns gesagt/erklärt funktionierte es immer!
    Und noch etwas, das half ihr auch. Sie bekam von ihrer Tante einen Holzpilz ca. 10-12 cm hoch. Wenn man Angst hat, z.B. vor den lästigen Piks, kann man den ganz fest drücken und etwas Spannung abbauen. Tat ihr ungemein gut (und das ist auch etwas für Erwachsene!)

    Alles Liebe und viel Kraft, Mut und Energie – und auf das eigene Gefühl vertrauend – für diese ver-rückte Zeit!

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu Maria Antwort abbrechen